272: Boah, Blähbauch! Was gegen Luft im Bauch hilft (ISS SO Classics)

Shownotes

Abends nach dem Essen lässt er meist nicht lange auf sich warten – der Blähbauch! Wie er entsteht und vor allem, wie man ihn mit einfachen Mitteln verhindern kann, das erklärt Ernährungswissenschaftler Achim Sam in dieser Folge. Außerdem gibt’s ein paar praktische Tipps & Tricks, wie sich die nervigen Folgen eines Blähbauchs ein wenig lindern lassen.

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00:00:02: Ist so der Ernährungspodcast mit Achim Sam und Julia Rohrmosa.

00:00:18: Hallöchen, ihr Lieben, herzlich willkommen.

00:00:20: Ihr hört ist so den Ernährungspodcast mit dem Ernährungswissenschaftler Achim Sam

00:00:24: und der Moderatorin Julia Rohrmosa.

00:00:27: Achim, der, wie January ist er fast geschafft.

00:00:30: Endlich.

00:00:30: Wir sind kurz vor dem Ziel und ich würde sagen, wir können ja noch mal so ganz kurz Revue passieren lassen und jeder darf von uns vielleicht mal ganz kurz erklären oder erzählen, was er nach diesem Monat mitnimmt.

00:00:40: Ich glaube, ich mache weiter.

00:00:41: Wirklich?

00:00:42: Ja, jetzt habe ich mich so eingegruft und jetzt haben wir so ein paar Gerichte, die irgendwie bei uns so ganz klassisch und die auch jedem schmecken.

00:00:51: Aber ich glaube, ich hänge tatsächlich, oder zumindest habe ich mir jetzt wirklich vorgenommen, dass ich mal so zwei, drei Tage in der Woche einfach weiter mich tierfrei ernähre.

00:01:01: Also ich muss sagen, ich glaube, ich werde es vegetarisch weiterhin probieren.

00:01:04: Jetzt mal gucken, wie lange ich das noch schaffe.

00:01:06: Aber komplett vegan.

00:01:07: Ich sage dir, wie es ist.

00:01:08: Ich esse morgens immer eine Käsestunde und dieser Käse.

00:01:10: Käse ist das, was mir am meisten gefehlt hat diesen Monat.

00:01:13: Oder du machst, du bist secondär vegan, oder?

00:01:15: Kennst

00:01:16: du das?

00:01:16: Du

00:01:16: isst nur noch Fleisch von Tieren, die sich vorher vegetarischen Vegan ernährt.

00:01:22: Oder das?

00:01:23: Wenn sich eine kuder vegan oder vegetarisch ernährt,

00:01:25: dann werde ich in Käse essen.

00:01:28: Das werde ich machen,

00:01:28: okay?

00:01:29: Das ist halt kein Löwe essen oder so.

00:01:31: Das werde ich nicht machen, wahrscheinlich

00:01:33: auch.

00:01:33: Ja, aber jetzt nicht so gut.

00:01:34: Ja,

00:01:34: sehr gut.

00:01:35: Und dann kommen wir auch heute direkt schon zum Thema, dass ganz, ganz viele Menschen, glaube ich, draußen beschäftigt, auch unter anderem mich.

00:01:42: immer wieder stellt ihr dieselbe Frage.

00:01:44: Und zwar, wie man diesen Blehbauch wegbekommt, beziehungsweise alles bezüglich eines Blehbauchs.

00:01:49: Und deswegen dachten wir, machen wir jetzt auch mal eine ganze Folge extra dafür.

00:01:52: Ja, ja.

00:01:53: Und weil dieser Podcast nicht nur den Ernährungsbereich betrifft, sondern auch ins Medizinische geht, habe ich mich im... Vorfeld lange und intensiv mit dem Darm und Mikrobiomexperten Prof.

00:02:04: Dr.

00:02:04: Christian Siener von der Universität Zulübeck ausgetauscht, ist er wirklich der ausgesprochene Experte auf dem Gebiet, wenn es um den Darm geht und das Mikrobiom, haben wir auch schon zweimal bei uns im Podcast und ist da wirklich ein Ass.

00:02:17: Also es ist grundsätzlich so, mit dem Blehbauch immer, wenn der Bauch aufgebläht ist, dann werden Gase produziert.

00:02:23: Das findet durch bestimmte Bakterien im Dünndamen statt und bei diesen Bakterien wurden den erster Linie durch Kohlenhydrate der Stoffwechsel aktiviert.

00:02:31: Also man kann sagen, dass in der Hauptsache Kohlenhydrate dafür verantwortlich sind, dass die einfach dann richtig Stoffwechsel betreiben.

00:02:38: Und wie stark jetzt mein Blebe auch ist, das hängt davon ab, wie viel Treibstoff die Bakterien kriegen, also wie viel Kohlenhydrate, welche Art.

00:02:45: Und wie hoch meine individuelle Toleranzgrenze für die jeweiligen Kohlenhydrate tatsächlich ist.

00:02:51: Also, wo habe ich wie, also Fruktose, Laktose, wo habe ich ein eigenes Limit und wie viel Essig?

00:02:57: Ich erkläre das mal im Beispiel der Fruktose.

00:03:00: Haben wir ja auch eine eigene Folge zugemacht zum Thema Früchte und Obst.

00:03:03: Also grundsätzlich ist es so, dass Fruktose zum einen eine extrem lange Halbwertszeit im Darm hat.

00:03:09: Also sie liegt da quasi extrem lange rum und zum anderen ist die Aufnahmefähigkeit der Fruktose begrenzt.

00:03:15: Wenn es das heißt, jeder Mensch hat also irgendwo ein individuelles, tolerierbares Tagesfruktose-Soll- oder ein Aufnahme-Limit.

00:03:23: Und wird dieses tolerierbare Fruktose-Limit, was individuell ist, personalisiert sozusagen.

00:03:30: überschritten, weil ich schlichtweg einfach zu viel Obst zäfte oder beim Thema Fruktose oder auch Lebensmittelfruktose, die mit Fruktose gesüßt sind, esse, dann heißt es für die Bakterien im Dünndarm quasi all you can eat.

00:03:45: Und die lassen es da richtig krachen, sprich sie produzieren Gase, die uns dann ziemlich tolle Bauchschmerzen und Blähungen machen können.

00:03:52: Und deshalb kommen die Probleme oftmals am Abend, weil wir den Tag hinweg quasi futtern wir uns an unser Limit, an unser Fruktose-Limit oder eben darüber hinaus und das macht dann Probleme.

00:04:05: Und die Ursache für Blähung und Durchfall kann aber auch durch eine Überbesiedlung der Bakterien im Dündarm sein.

00:04:11: Also es kommt dann zu Problemen, selbst wenn man weniger Kohl nicht gerade gegessen hat, wenn es dann Missverhältnis an Bakterien gibt, dass also bestimmte Bakterienaufgaben übernehmen, weil andere nicht mehr da sind.

00:04:23: Und es kommt zu einer Überbesiedlung dieses Bakterienstamps und es kann auch zu Problemen führen.

00:04:27: Ja, klingt mega logisch.

00:04:29: Ich habe auch alles verstanden, nur ist jetzt natürlich meine Frage woran.

00:04:32: Erkenne ich das?

00:04:33: Oder wie finde ich denn meine persönliche Ursache für meinen Blebauch raus?

00:04:38: Also grundsätzlich würde ich immer ein Check beim Arzt empfehlen.

00:04:40: Der kann mit einer einfachen Atemgasanalyse, du kriegst so eine Maske auf, die Ursachen für den Blebauch schnell einfach feststellen.

00:04:47: Also ist dann quasi Sauerstoffaufnahme, CO-Dioxidabgabe und so.

00:04:52: Und da kann man relativ viel rauslesen.

00:04:54: In den meisten Fällen steckt hinter dem Blebauch tatsächlich eine harmlose Unverträglichkeit und bis zum Arzt terminen kann aber eine gewisse Zeit vergehen und da kann man selbst diagnostisch eigentlich schon einiges tun.

00:05:08: Beispielsweise wenn man morgens aufsteht mit einem flachen Bauch und man sich aber abends dann aufgebläht fühlt.

00:05:15: Also wenn es so ansteigt.

00:05:17: Morgens ist noch alles gut, am Abend fühlt man sich dann eher aufgebläht.

00:05:21: dann spricht es für eine Unverträglichkeit.

00:05:24: Wenn man hingegen die Blähung in den ersten dreißig Minuten nach dem Essen schon bekommt oder wenn es dazu Auffälligkeiten kommt, also wenn ich beispielsweise schon fünf Minuten nach dem Essen mit Symptomen wie Durchfallblähung oder Mundkrippeln jucken auf der Zunge oder auch Hautveränderungen zu kämpfen habe.

00:05:42: Dann handelt es sich höchstwahrscheinlich nicht um eine Unverträglichkeit, sondern um eine Lebensmittelallergie.

00:05:48: Oder man spricht auch von der Pseudoallergie, wie beispielsweise es gibt eine Histaminintoleranz.

00:05:54: Also eine Histaminintoleranz, die kann in Verbindung mit Rotwein, Fisch oder altem gereiften Käse oder Salami auftreten.

00:06:02: Und eine Allergie kann auch quasi ein Durchfall oder Durchfälleverursachen, ohne dass man zuvor Blähungen bekommt.

00:06:10: Also an dieser Fragestellung kann man eigentlich selbst Diagnostie schon ungefähr sehen, in welche Richtung das es tatsächlich geht.

00:06:18: Find ich sehr spannend.

00:06:19: Ich war deswegen tatsächlich auch einmal beim Arzt und der hatte ja damals zu mir gesagt, okay, so kann er natürlich erstmal nichts machen.

00:06:25: Ich soll mal ein Ernährungstagebuch führen, um dann vielleicht, wie du auch gerade gesagt hast, zu gucken, ob es direkt morgens passiert, ob es erst nach dreißig Minuten und so weiter und so fort.

00:06:33: Was hältst du vom?

00:06:35: Ich bin jetzt

00:06:35: nicht ein großer Fan von einem Ernährungstagbuch, sondern... dass man jeder hat mittlerweile ein Handy, ein Mobiltelefon, dass man das einfach mal abfotografiert, was man da sozusagen sich in die Futterlüge, also was man isst und was man trinkt.

00:06:48: Und dann kann man sich auch wunderbar danach mal notieren, wann die sozusagen der Bläber auch auftritt und welche Reaktion das auslöst.

00:06:56: Und somit kann man dem Arzt dann natürlich auch schon mal so ein bisschen Orientierung geben.

00:07:01: Was ist denn jetzt eigentlich so?

00:07:03: was passiert da in der Praxis?

00:07:05: Und selber kannst du da auch schon einiges raus.

00:07:07: lesen, wenn die jetzt beispielsweise ein Stück Kuchen ist und da ist eigentlich nichts, da hast du keine Probleme.

00:07:12: Wenn du den jetzt allerdings mit Sahne ist, ja, dann und dann grisse Morts Probleme, dann kannst du schon mal sagen, ja, es geht in Richtung Laktose, wenn du jetzt natürlich mit Früchten oder wenn du mit Lebensmittel Probleme hast, wo man dann hinten auf den Nährwerten liest oder auf der Zutatenliste, ja, das ist ein Fructose oder ist gesüßt mit Fructose Glucose, mit einem Sirup.

00:07:33: Dann kann man schon sagen, es geht in Richtung Fructose, Unverträglichkeit oder Sensibilität, Sensibilität.

00:07:39: Okay,

00:07:40: sehr gut.

00:07:40: Alles klar.

00:07:41: Dann werde ich das vielleicht tatsächlich mal machen.

00:07:43: Was ist eigentlich mit Foodmaps?

00:07:44: Darüber hatten wir ja schon mal mit Christian Siener in Folge forty acht gesprochen.

00:07:48: Die spielen da ja auch eine wahrscheinlich entscheidende Rolle, ne?

00:07:51: Das

00:07:51: ist ein ganz spannendes Thema.

00:07:52: Also Foodmaps, also nicht Foodmaps, sondern FOD, MAPS sind schwerverdauliche Kohlenhydrate.

00:07:58: Das sind Monosaharide, also Fructose, Glucose und die Saharide.

00:08:02: Das wären beispielsweise die Laktose und die Saccharose.

00:08:07: Aber es ist außer das Beispielsweise Weizen, der ganz gewöhnliche Weizen viel Fructan enthält.

00:08:13: Das ist ein Zuckermolekül.

00:08:14: Und wenn Weizen dann weiter verarbeitet wird, also man backt den oder man verarbeitet ihn weiter, dann entsteht Fructose.

00:08:22: Und Fructose ist ein Monosacharit und das macht uns dann wiederum Probleme.

00:08:27: kann der Weizen, auch wenn er jetzt nicht unmittelbar da quasi Monosaharide enthält, aber durch den hohen Gehalt von Fructan.

00:08:36: was in Fruktose umgewandelt wird, durch die Verarbeitung, uns wiederum Probleme machen.

00:08:40: Aber auch Polyole gibt es beispielsweise.

00:08:44: Das sind Zuckeralkohole oder Zuckeraustauschstoffe, wie beispielsweise.

00:08:47: Es gibt Zorbitol, Erythrit, Manit, Xylid kennt man als Birkenblütenzucker.

00:08:52: Die zählen auch zu den schwervertaulichen Kohlenhydraten, also die sogenannten Zuckeralkohole, auch wenn sie weniger Energie liefern.

00:08:58: Und auch gerade der Xylid, also Birkenblütenzucker, Anticariogen wirkt auf die Zähne, also gegen Karies, was sie auch finden.

00:09:05: Zucker sehr vorteilhaft ist, aber es eben doch schwer verdaulich gehört auch dazu.

00:09:11: Aber neben den Fortmaps können aber auch ATIs, also sogenannte Amylase, Trypsin, Inibitoren Probleme machen.

00:09:20: Das ist auch ein ganz spannendes Thema.

00:09:22: ATIs sind nämlich Stoffe, die Nutzpflanzen, also beispielsweise im Getreide stecken, um sich vor Parasiten zu schützen.

00:09:29: Durch Züchtung hat man die ATIs in den Nutzpflanzen immer weiter selektiert, um sie also noch resistenter vor Parasiten und Schädlingen zu machen.

00:09:37: Also da hat man versucht, eben quasi die Nutzkraft der Pflanze, dass sie eben schon eigene Abwehrstoffe hat, über die Jahre dann quasi zu selektieren und zu zu züchten, dass man natürlich einen Abwehrmechanismus hat.

00:09:51: Mit den ATIs nun ist es aber offenbar so, dass die Verdauungsenzyme von Insekten oder Schädlingen sich gar nicht so groß unterscheiden von den menschlichen Verdauungsenzymen.

00:10:01: Und deshalb machen die also nicht nur Parasiten und Insekten Probleme, sondern auch uns Schwierigkeiten, diese ATIs.

00:10:07: Also beispielsweise können Bakterien in unserem Darm durch den ATI-CM-III heißt der Kohlenhydrate aufspalten.

00:10:15: Was bleibt sind dann die Sacharide, also Glucose, die uns wiederum Probleme macht und für eine Gasbildung und Blehbauch führt.

00:10:22: Aber man kann diese ATIs auch abbauen, also auch wie die Ford Maps beispielsweise, wenn man Teig lange ruhen lässt.

00:10:32: Also wenn man eine lange Teigführung hat, beispielsweise durch eine lange Gehzeit bei Brot und bei Backwaren und so, je länger die gehen, dann übernehmen die Bakterienkulturen eigentlich schon wie so eine Vorverdauung und die ernähren sich dann von den Einfachzuckern oder von den Zuckern, die da drinstecken, zersetzen die.

00:10:52: und auch von den ATIs, die Fuddern, die auch weg.

00:10:54: Und das ist auch der Grund, warum manche dann sagen, oh, ich vertrage jetzt hier das Weißbrot.

00:11:00: Und da vertrage ich es nicht.

00:11:01: Das liegt dann meistens nicht an den Inhaltsstoffen, sondern an der Gehzeit und an der Teigruhe, das das Brot.

00:11:08: Gibt es so neben Züchtungen noch weitere Gründe, weshalb wir gefühlt Lebensmittel immer schlechter vertragen?

00:11:14: Ja, also man muss sich vorstellen, dass die Diversität unseres Mikrobiomes, also unsere Darmflora, dass die sich in den letzten Jahren stark reduziert und eingeschränkt hat.

00:11:23: Also die Vielfalt unserer Bakterienwiese, so muss man sich die vorstellen, ist kleiner geworden.

00:11:28: Da wächst also quasi jetzt nicht mehr eine wilde Blumenwiese, sondern nur sehr eingeschränkt, keine Ahnung, stehen jetzt nur noch so einen Blumen drauf und so.

00:11:36: Und plötzlich müssen Bakterien, Kohlendetrate verdauen, für die sie eigentlich gar nicht zuständig und geschaffen sind.

00:11:42: Und nehmen wir mal das Beispiel der Ballaststoffe, also als Jäger und Sammler, also vor zigtausend Jahren haben wir noch einhundertfünfzig Gramm Ballaststoffe pro Tag zu uns genommen.

00:11:51: Als Ackerbauer dann später bereits noch hundert Gramm Ballaststoffe und mit der Indivisrealisierung haben wir uns bis heute auf unter dreißig Gramm runtergearbeitet.

00:12:02: Obwohl wir mindestens dreißig Gramm Ballaststoffe am Tag tatsächlich zu uns nehmen sollten.

00:12:06: Aber das schaffen wir gar nicht mehr.

00:12:08: Und außerdem kaut unser Eins hier nur noch selten.

00:12:11: quasi auf so einer Weidenrinde oder so, was sie früher auch

00:12:15: umgekaut

00:12:15: haben.

00:12:15: Da haben sie auch Ballerstoffe zu sich genommen, sondern eher auf Weizenbrötchen.

00:12:20: Und dadurch reduziert sich letzten Endes auch die bakterielle Vielfalt.

00:12:25: Und außerdem mit alles Sterila, also der Einsatz von Antipiotika, Heizungsluft, Süßstoffe, das ist alles nicht gut für unseren Darm.

00:12:33: Und da reduziert sich die Vielfalt.

00:12:36: dieser Bakterienwiese im Darm, also der Darmflora.

00:12:39: Und deshalb tun wir uns da immer schwerer mit Lebensmittel, weil wir es einfach nicht mehr gewohnt sind.

00:12:44: Also der Organismus passt sich an.

00:12:46: Und wenn man an diese Ballaststoffmenge denkt und so zählt es, oder ist das für andere Kohlenhydrate letzten Endes auch.

00:12:52: Und wenn ich weniger Ballaststoffe esse, dann bevorzucht der Organismus sozusagen Bakterien, die, und das ist ein zweiter Nachteil, die unsere eigene Mukkoschicht, also das ist die Schutzschicht im Darm, die das Darmepithel überziehen, also den Darm schützen.

00:13:07: Und die löst sich auf und dadurch treffen Bakterien ohne eine Schutzschicht aufeinander, die gar nicht aufeinander treffen sollten.

00:13:14: Und das ist noch ein Nachteil.

00:13:15: Und das kann zu Entzündungen oder viele andere Krankheiten auslösen, wie beispielsweise ein Diabetes Typ II.

00:13:20: Und jetzt

00:13:21: würde mich noch interessieren, gibt es auch so Lebensmittelkombination oder so bestimmte Lebensmittel, die so ein Bleber auch mehr auslösen als andere?

00:13:28: Ja, also beispielsweise bei der Fruktose-Intoleranz kann tatsächlich es so sein, dass wenn man jetzt einen Obstjoghurt hat oder so, also ich würde jetzt einen Joghurt nicht nur mit, wenn ich da Probleme habe, nicht nur mit Früchten anreichern, sondern da auch immer ein bisschen Haushaltszucker, den gewöhnlichen Haushaltszucker mit dazugeben, weil es so ist, dass die Fruktose eine lange Halbwertszeit auch im Darm hat und da halt lange liegt und dass es dann zu einer Anflutung kommt von Fruktose.

00:13:57: Und wenn ich da aber den Haushaltszucker mit dazugebe, dann wird quasi diese Passage beschleunigt.

00:14:05: Also es gelangt leichter durch diese Darmpassage.

00:14:10: Und man sollte Kohlenhydrate, wenn man da Probleme mit Fructosat, die restlichen Kohlenhydrate nicht so wahnsinnig runter reduzieren, weil die nehmen diese Fruktose noch mit und erleichtern sozusagen die Verdauung.

00:14:24: Also man kann es sozusagen bei der Fruktose-Intoleranz, kann man das tatsächlich, ja man kann das ein bisschen aufzugern, um somit die Verdauung zu erleichtern.

00:14:36: Bei der Laktose ist es so, dass man natürlich auf laktosefreie Produkte zurückgreifen kann, oder man nimmt ein Ziegenkäse oder wie in arabischen Ländern eine Kamelmilch ist da, die hat weit aus weniger Laktur.

00:14:48: Laktose, vergorene Milchprodukte, also Käfir und auch reife Käsesorten, die haben fast keine Laktose mehr.

00:14:55: Oder wenn man es gar nicht vermeiden kann und mal Essen geht oder so, gibt es auch so was wie Laktasekapseln und die kann man dann einnehmen und das unterstützt dann letzten Endes auch die Verdauung und da kommt man besser mit klar.

00:15:08: Grundsätzlich ist es auch so, dass natürlich so Zwiebeln oder Knoblauchkohl oder viele Vertragen auch Hülsenfrüchte nicht, so Kichererbsen, Bohnen, Linsen.

00:15:16: Das ist das gleiche Prinzip wie mit den Fotmaps.

00:15:19: Da kann man durchs Kochen das Ganze vorverdauen und wenn man versucht, langsamer zu essen, das kann auch etwas helfen, dass man das besser verträgt.

00:15:29: Okay, alles klar.

00:15:30: Und sag mal, neben den ganzen so individuellen Faktoren gibt es ja sicherlich auch Tipps, die man akut, sag ich mal befolgen kann, wenn man gerade echt mit dem Bleib auch zu kämpfen hat, oder?

00:15:40: Ja, also da lässt sie sagen, dass so Unverträglichkeiten und Sensibilitäten grundsätzlich selbst limitierend sind.

00:15:47: Das muss man also wissen.

00:15:48: Das heißt, nach, sagen wir mal, drei bis allerhöchstens vier Stunden ist es vorbei.

00:15:52: Dann ist die Verdauung durch und dann hat man auch die Probleme.

00:15:56: Tatsächlich nicht mehr.

00:15:57: Man sollte dann keine Schmerzmittel nehmen und keine Spasmolytika.

00:16:02: Das sind also so krampflösende Medikamente, wo man dann, oh, ich bin so aufgeblieben und ich habe so Krämpfe, dass vielleicht so... Krampflösende Mets helfen.

00:16:12: Das sollte man nicht tun.

00:16:13: Das kann da zusätzliche Kulitis verursachen.

00:16:15: Das sind Entzündungen oder zu Entzündungen führen.

00:16:18: Aber so im Akkutsetting kann man tatsächlich mit Hausmitteln da auch was machen.

00:16:24: Den Bauch im Urzeigersinn massieren, dass man das erleichtert, dass die Gase da einfach besser rauskommt.

00:16:35: Dann hilft auch mal eine Wärmflasche oder Wärme.

00:16:38: Ein Kirschkern-Kissen kann da helfen, aber auch so Tee, wie so ein Fencheltee oder ein Anis oder ein Kümmeltee.

00:16:45: kann unterstützen.

00:16:46: Das muss jeder so ein bisschen für sich herausfinden.

00:16:51: Man sollte jetzt nicht unbedingt eine Schonhaltung einnehmen, weil man sich dann meistens sehr vergrümmt, sondern eher, dass man sich bewegt, was passieren geht oder so ein paar Dehnübungen macht.

00:17:01: und wenn es nicht ausbleibt, wenn man auf der Toilette sitzt, dass man sich was unter die Füße stellt.

00:17:07: So

00:17:07: ein Rocker oder was?

00:17:08: Ja, genau.

00:17:08: Also, dass man sich so eine Anhöhe schafft.

00:17:10: Somit hat man quasi den idealen Winkel, dass es dann auch einem leichter das Geschäft zu verrichten.

00:17:16: Es war so eine spannende Folge, ich habe wirklich mega viel mitnehmen können.

00:17:21: Dann kommen wir leider auch schon zu unserer Frage der Woche.

00:17:30: Die kommt von Jojo und sie will wissen, was du von Zuckerrübensirup hältst.

00:17:35: Ja, finde ich sensationell.

00:17:36: Also ja, Zuckerrübensirup ist immer so quasi, das ist eigentlich für mich das beste Süßungsmittel, Zuckerrübensirup.

00:17:44: Er hat zwar auch natürlich viel Energie oder Kalorien, aber er hat zweihundertsechsundneunzig Kilo Kalorien pro hundert Gramm oder eine Milliliter und ein Haushaltszugart so drehundertsiebenundachtzig.

00:17:56: Also das heißt, man ist da schon hundert Kilo Kalorien drunter.

00:17:59: schon einiges, aber er enthält natürlich trotzdem noch viel, aber er ist ein reines Naturprodukt.

00:18:05: Ja, was toll ist.

00:18:07: Und da hat eben ein hohen Gehalt an Magnesium und Kalium.

00:18:10: Und das ist was, was in keinem Zucker, also so hoch und so drin steckt, wie eben in einem Zuckerrübensirup.

00:18:17: Und er lässt sich wunderbar verbacken oder auch mal so aus Brot aufstrich, also so eine Zuckermelasse, also so ein Rübensirup, kann auch echter ganz lecker schmecken.

00:18:25: Früher als Leistungssportler habe ich, wenn ich viele Kohlenhydrate brauchte, habe ich auch so was mal gegessen mit Nudeln, also mit Nudeln gekauft.

00:18:33: Nudeln mit dem... Apfelbrei dazu und habe halt so ein bisschen Zucker rüben, Syrup da mit rein.

00:18:40: Man kann es aber auch wunderbar zum Backen nehmen, also als Zucker.

00:18:44: Man muss dann gegebenenfalls etwas mehr nehmen, wenn man es halt süßer mag, weil er halt nicht so die Süßkraft hat wie jetzt der normale Haushalts-Zucker oder andere Zuckeralternativen oder der Honig.

00:18:53: Aber für mich ist es tatsächlich der beste Das beste Süßungsmittel.

00:18:59: Dann kommt das definitiv jetzt auf meine nächste Einkaufslister.

00:19:02: Ich werde mal versuchen, die Folge so knapp es geht, einmal kurz zusammenzufassen.

00:19:06: Also wer Probleme hat, sollte das auf jeden Fall beim Arzt mal checken lassen.

00:19:09: Da hat Achim auch schon erzählt, da kann man so eine Atemgasanalyse machen.

00:19:12: Aber ganz grob, also wenn ich morgens mit flachem Bauch aufstehe und abends.

00:19:16: Blebauch hat, das ist ja, glaube ich, in den meisten Fällen so.

00:19:19: Das ist eine Unverträglichkeit.

00:19:20: Und wenn ich in den ersten dreißig Minuten nach dem Essen direkt reagiere, dann ist es hingegen meistens eine Lebensmittelallergie.

00:19:27: Oder eine Pseudoallergie.

00:19:29: Genau.

00:19:30: Und genau.

00:19:30: Und meistens ist es ja auch, man muss es auch erst für sich rausfinden.

00:19:33: Es ist ja auch eine individuelle Geschichte.

00:19:34: Und da hilft es auch ganz oft, einfach so ein Ernährungs-Tagebuch zu führen.

00:19:37: Oder zu fotografieren.

00:19:38: Oder zu fotografieren kann man auch machen in der heutigen digitalen Welt.

00:19:42: Ja vielen vielen Dank lieber Achim.

00:19:44: Ich habe mega viel aus dieser Folge auf jeden Fall mitnehmen können und ich hoffe ihr da draußen natürlich auch.

00:19:49: Wenn ihr noch mehr Fragen zum Thema Darm habt oder euch generell dieses Thema interessiert, dann hört gerne nochmal in unsere Folgen zwanzig und achtundvierzig rein.

00:19:56: Da haben wir mir ganz ganz oder zwei ganz ausführliche Folgen dazu nochmal gemacht.

00:20:00: Und ja, wenn ihr euch dieser Podcast gefallen hat, dann lasst uns gerne nette Bewertung bei Apple Podcasts sah und empfiehlt ihn auch gerne weiter.

00:20:07: Wir freuen uns immer über.

00:20:08: Neue Zuhörerinnen

00:20:09: und Zuhörer.

00:20:09: Und ich sage, Bye-bye, Blebe auch.

00:20:11: Bis zum nächsten Mal.

00:20:12: Bis ganz

00:20:19: schau.

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