273: Stark durch den Winter – So halten wir unser Immunsystem fit – Zu Gast: Immunologe Marc Ehlers (ISS SO Classics)
Shownotes
Die Nase läuft, der Kopf brummt, es ist kalt – also schnell einen Ingwertee oder eine heiße Brühe trinken. Doch wie viel bringen solche Hausmittel eigentlich? Und wie können wir unser Immunsystem durch Ernährung stärken, am besten noch vor dem Beginn einer Erkältung oder Grippe? Der Immunologe Marc Ehlers ist in dieser Folge zu Gast und beantwortet die wichtigsten Fragen rund unser Immunsystem.
Transkript anzeigen
00:00:02: ist so der Ernährungspodcast
00:00:05: mit Achim Saam und Julia Ohrmosa.
00:00:18: Hallo und herzlich willkommen zu Isso, den Ernährungs-Podcast mit Achim Saam.
00:00:23: Und der liebste, herzlich aller liebsten, Julia Rohrmoser.
00:00:27: Ja, Lüchen!
00:00:29: Bevor wir loslegen, müssen wir noch mal ganz dringend was los werden.
00:00:32: Und zwar freuen wir uns so, so sehr über eure ganzen Fragen, Likes und Kommentar auf Instagram.
00:00:38: Es ist auch wirklich jedes Mal so ein Fest, sich das Ganze durchzulesen, auch zu sehen, dass ihr euch Zeit nehmt, uns Sachen zu beantworten, irgendwelche Sachen zu kommentieren.
00:00:46: Also wir sind eine richtig, richtig tolle Community geworden, wie so eine kleine ISSO-Familie eigentlich schon fast.
00:00:52: Und wenn ihr jetzt sagt, ich will auch zur ISSO-Familie gehören, dann ja.
00:00:55: Folgt uns doch gerne mal bei Instagram und wir freuen uns über jedes
00:00:57: Mitglied.
00:00:58: Und bitte über den Kanal ist so, also am besten über Instagram und so die Fragen stellen, weil ich bin meistens, ich bin selber lost in diesem ganzen Social und dann kommt was über Facebook, dann kommt was über eine Mail, dann kriege ich eine Anruf, dann kriege ich sowieso... und dann geht halt was unter.
00:01:15: und das ist das, was mir dann leidtut, deshalb bitte... Am besten alle Fragen über den ISO-Kanal.
00:01:20: Da haben wir genug Augen und Aufpasser, die dann auch das auch entsprechend weiterlernen und darauf achten, dass es auch beantwortet wird.
00:01:27: Genau.
00:01:28: Und damit jetzt aber erstmal zurück zum Thema.
00:01:29: Es wird nämlich sehr, sehr spannend.
00:01:32: Mich hat es ja leider auch, dass sie auch mitbekommen.
00:01:33: Achim, diesen Winter, ich war zweimal krank.
00:01:35: Ich hatte Corona jetzt in den letzten Wochen.
00:01:37: Also ich weiß auch nicht, was mit meinem Immunsystem los war.
00:01:40: Und dann hört man ja auch wirklich von allen Ecken jeder Hans und Franz will da seinen Tee dazu geben und sagt dann immer, ja, hier, du musst das und das machen, damit du wieder gesund bist und so weiter und sofort.
00:01:49: Und deswegen freuen wir uns heute mal mit Erkältungsmythen aufzuräumen.
00:01:58: Ja und genau deshalb haben wir heute einen Experten zu Gast und ich freue mich wirklich sehr, dass er heute überhaupt hier sein kann.
00:02:03: Schließlich ist er aktuell ein sehr gefragter Mann.
00:02:06: Denn er übt einen absoluten Trend und Zukunftsberuf aus, so würde ich das vielleicht sagen.
00:02:11: Und nein, es ist nicht Karl Lauterbach.
00:02:13: Es ist Professor Dr.
00:02:15: Mark Ehlers.
00:02:16: Er ist Immunologe und Leiter der Immunologie und Glykoanalytik im Institut für Ernährungsmedizin am UKSH, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und der Universität Zulübeck.
00:02:27: Ich kenne sein Alter nicht, schätze ihn aber spontan und vorsichtig auf.
00:02:31: junge und frisch gebliebene, Lieber Marc, schön, dass du da bist.
00:02:37: Eine Frage vorweg.
00:02:39: Würdest du der Jugend da draußen empfehlen, Immunologe, Immunologin zu werden?
00:02:44: Hat dein Beruf stand Zukunft?
00:02:46: Stichwort Allergien, Entwicklung von Vaccinen, Covid und Co.
00:02:50: Auf jeden Fall.
00:02:51: Die Immunologie braucht Nachwuchs in der Zukunft und gerade die Kombination Immunologie mit Ernährungswissenschaften.
00:03:00: wird glaube ich boom in Zukunft.
00:03:02: Wir diskutieren am Institut immer, ob die Ernährungsindustrie irgendwann die Pharmaindustrie ablöst, weil wir doch so viel lernen über die Ernährungsindustrie, wie wir letztendlich unser Immunsystem modulieren können damit.
00:03:16: Also fangt an, Humanologie zu studieren.
00:03:20: Es ist ein... Ein Beruf der Zukunft.
00:03:23: Aber du sprichst es an, hat Ernährung denn tatsächlich so einen hohen Stellenwert, was das Thema Immunsystem, Immunologie angeht?
00:03:31: Fangen wir gleich ordentlich an.
00:03:33: Klar.
00:03:36: letztendlich beeinflusst natürlich das Ernährungssystem ganz stark das Immunsystem.
00:03:42: Das geht wahrscheinlich auf viele hunderte Jahre schon zurück.
00:03:47: Das bestimmte Ernährung oder Pflanzen oder Aufgüsse, das Immunsystem beeinflussen und man kennt auch Wirkungen.
00:03:55: Aber vieles ist halt wissenschaftlich noch nicht belegt.
00:03:58: Das wird aber sicherlich in den nächsten Jahren oder auch Jahren nachgeholt werden.
00:04:04: Und letztendlich geht es darum, ein starkes, gesundes Immunsystem zu haben, um gegen Erkältungsviren oder Grippeviren oder Corona einfach gut gewappnet zu sein.
00:04:17: damit man da gut reagieren kann und die Krankheiten nicht so heftige Verläufe nehmen, auf jeden Fall.
00:04:24: Seht ihr das denn an Zuwechseln sozusagen von Allergien oder Sensibilitäten?
00:04:30: oder was machst du das fest, dass du sagst, dass da rückt die Ernährung immer mehr in den Blickwinkel oder sozusagen hat einen höheren Stellenwert?
00:04:39: Naja, es hat sicherlich die letzten Jahre zugenommen, Autoimmunity.
00:04:44: Autonomienkrankheiten und Allergien haben zugenommen.
00:04:47: Auch wenn man noch nicht so richtig versteht, warum es vielleicht so ist, hat er sicherlich was mit den Lebensumständen zu tun und sicherlich am Ende auch mit der Ernährung, was das irgendwie beeinflussen kann.
00:05:01: Ja, vielleicht haben wir die Tage noch darüber geredet.
00:05:05: Es gab eine neue Studie, da haben sie mehrere hundert, ein paar tausend Leute jetzt behandelt mit Vitamin D. Vitamin D ist der Stoff, der entsteht, wenn wir draußen in der Sonne spazieren gehen.
00:05:20: Und gerade im Winter bei unseren heutigen Lebensgewohnheiten sehen wir die Sonne nicht mehr so viel.
00:05:28: Und dann hat man eine Kontrollgruppe mit denen verglichen, die wirklich über eine lange Zeit die es Vitamin D bekommen haben, was bei vielen dann doch letztendlich zu wenig ist, weil sie zu wenig an der Sonne sind.
00:05:41: Und da kam jetzt raus, dass diese Leute dann signifikant einfach weniger Autoimmunkrankheiten.
00:05:48: Also die gut versorgt sind letztendlich mit Vitamin D oder Sonnenlicht.
00:05:51: Genau, ja.
00:05:52: Da muss man noch dazu sagen, Vitamin D, die frage ich auch häufig, man hört, ach Vitamin D und ist positiv auf.
00:05:58: und dann gibt es Leute, die hauen sich dann täglich der zwanzigtausend internationale Einheiten rein.
00:06:03: Das ist nicht gut, denn das ist ein fettlösliches Vitamin, also es ist toxisch, wenn man es zu hoch einnimmt, aber wenn man am Tag so dreitausend Einheiten einnimmt, korrigier mich, wenn ich da falsch lege, zwei bis dreitausend Einheiten, also eher quasi auf die Dauer.
00:06:17: einzunehmen, auf Sonnenlicht zu achten, wo nicht so hoch dosiert, sondern eher regelmäßig ist, glaube ich, der bessere Weg.
00:06:23: Ja, ich glaube auch Vitamin D ist einfach ein gutes Beispiel, dass man da auch was wirklich bewirken kann, dass es auch irgendwie eine Mangelerscheinung ist in unserer heutigen Gesellschaft, viele andere Stoffe wie vielleicht Vitamin C. Da ist es sicherlich so, ich habe auf dem Weg hierher jetzt kein Seefahrer mit Skorbut getroffen, dass vielleicht wir nur sehr wenige Leute in Mangel an Vitamin C haben.
00:06:47: Dann
00:06:47: hättest du über die Hafenstraße fahren, um Seemannshalm vorbei.
00:06:53: Aber ich glaube auch da nicht.
00:06:54: Aber da ist bei allen den Zusatzstoffen halt der Punkt, wenn wir halt von einer bestimmten Sache schon ausreichend haben, um das Immunsystem zu stärken.
00:07:05: Dann stellt sich sicherlich immer die Frage, was bringt es, wenn man noch auf unser Top geht?
00:07:09: Wie viel ist dann einfach der Mehrwert?
00:07:11: Ist denn unser Immunsystem eher überfordert in unserem Zeitalter mit Umwelteinflüssen, mit Ernährung?
00:07:20: Oder ist es unterfordert, in welcher Zeit lebt unser Immunsystem?
00:07:25: Also ist es eher von außen überfordert oder ist es eher geschwächt, dass es eigentlich eher die Frage gestellt wird?
00:07:30: Ja, vielleicht ist es beides.
00:07:33: Ich glaube, Am Ende fehlt zum Beispiel bei der Ernährung fehlen vielleicht manche Stoffe, die man irgendwie zu sich nehmen kann.
00:07:40: Andererseits geht die Ernährung immer in der Pommesbude.
00:07:45: Die Bratwurst mit dem Pommes bekommt es vielleicht auch zu schlechten Einflüssen.
00:07:50: Das heißt, eine Ernährungsumstellung ist auch immer schwer zu bewerten, wenn man sagt, ist mehr Gemüse.
00:07:59: dann ist sicherlich das Gemüse gut, es wirkt anti-entzündlich, aber gleichzeitig essen die Leute natürlich auch weniger ungesunde Nahrung, die dann wegfällt, so dass man immer gucken muss, was ist der Vorteil von dem Ein- und andererseits der Vorteil war, andere Sachen wegfallen.
00:08:17: Also zu deiner Frage, ich denke beides.
00:08:20: Aber könnte es jetzt auch nochmal sein, gerade jetzt zur Corona-Zeiten, dass das Immunsystem generell ein bisschen geschwächter ist, weil wir uns, also kann es auch daran liegen, weil wir Maskentagen und ständig Dysinfizierung gar nicht mehr so gewöhnt sind, dass unser Immunsystem überhaupt arbeiten muss?
00:08:34: Bin ich jetzt vielleicht nicht der Experte, aber was ich abzeichnet, ist, dass dann als auch in der Zeit, als die Maskenpflicht so ein bisschen wegfiel.
00:08:44: einfach auch viele Kinder, auch Erwachsene, einfach irgendwelche normalen Erkältungen entwickelt haben.
00:08:53: Das hat bestimmt die irgendwie damit zu tun, dass das Immunsystem nicht mehr so gefordert ist, mit den normalen Erkältungsviren permanent umzugehen und dadurch in der Richtung ein bisschen runtergefahren hat und dann haben uns die Erkältungsviren wieder ein bisschen eingeholt und das Immunsystem war letztendlich nicht richtig vorbereitet.
00:09:13: Letztendlich geht es eigentlich im Immunsystem, dann kommen wir sicher gleich auch zu, ob jetzt Erkältung, Grippe oder Corona.
00:09:22: Es ist ja immer die Frage, wie ist das Immunsystem letztendlich vorbereitet?
00:09:27: Zum Beispiel Erkältungsvieren, das sind viele verschiedene, die man da in eine Gruppe fasst.
00:09:33: Ein größter sind zum Beispiel Rinoviren.
00:09:35: Und jeder hat einfach schon auch viel Erfahrung mit diesen Viren gehabt.
00:09:39: Das heißt, das hat Gedächtniszellen, immunologische Gedächtniszellen, die dann auf diese Infektion einfach reagieren können.
00:09:50: Das kennen wir zum Beispiel das kleine Kinder, die haben vielleicht zehn, fünfzehn Mal im Jahr eine Erkältung und der Erwachsener nur noch ein, zwei, drei Mal.
00:10:00: Das hat einfach damit zu tun.
00:10:02: dass die Erwachsenen dann einfach diese Gedächtniszellen haben, die sich erinnern.
00:10:06: Oh, ich hatte schon mal so ein Virus und die können dann reagieren.
00:10:11: Ja, welche Maßnahmen sollte man aber trotzdem jetzt gerade in der Coronazeit beachten werden, wenn es jetzt gerade vom Thema Mundschutz und so weiter, was da auch irgendwie nicht so gut bei ist.
00:10:20: Aber er macht ja durchaus auch Sinn, würde ich sagen.
00:10:23: Ja, also das auf jeden Fall zurzeit.
00:10:27: Wir tragen nicht umsonst die Masken.
00:10:29: Die Masken schützen sehr, sehr gut.
00:10:32: Gerade auch FFP-Zwei-Masken.
00:10:34: Einfach vor der Infektion mit Corona.
00:10:38: Dann was ist noch wichtig?
00:10:39: Natürlich Hände waschen auch gegen all die Viren.
00:10:43: Manche werden mehr über Tropfen, manche mehr über, dass man in die Hand hustet und dem anderen die Hand gibt.
00:10:50: Das heißt zurzeit ist not shake hands und Hände waschen.
00:10:56: und Maske tragen und Abstand halten und letztendlich, was hatten wir ja vorhin, führt das natürlich auch dazu, dass man weniger Schnupfen kriegt und seltener eine Grippe kriegt.
00:11:09: Also die Zeit ist angesagt, immer noch Maske tragen, Abstand, Hände waschen, dann kriegen wir die Pandemie auch über.
00:11:17: Und dann, vielleicht auch im Kontext, Jetzt zu Grippe und Corona sind halt die alten Leute einfach betroffen, dass, wenn man einfach dann älter wird, vielleicht dann sagen wir mal ab ab sechszig, kann man nicht genau sagen, da fährt einfach der Körper runter und auch das Immunsystem.
00:11:38: Das heißt solche älteren Leute bilden nicht mehr so viel Schleim, können nicht mehr so gut abhusten.
00:11:44: Allein das ist schon einfach negativ Merkmal, dass die nicht mehr einfach Verhindern können, dass die Viren überhaupt in die Zellen reinkommen.
00:11:52: Ah, das spielt auch eine Rolle.
00:11:53: Also Befeuchtung von Schleimhäuten, Nase usw.
00:11:56: Und dann sicherlich ein ganz wichtiger Punkt ist, dass es nicht unbedingt um das Alter geht, sondern auch beim Immunsystem gibt es sowas wie ein biologisches Alter des Immunsystems.
00:12:09: Es kann zum Beispiel sein, ein älterer Mensch hat ein jüngeres Immunsystem als ein jüngerer Mensch.
00:12:17: Deshalb ist es wichtig, durch Schlaf, wenig Stress, Ernährung, sein Immunsystem möglichst fit zu halten, um gegen solche Viren einfach zu kämpfen.
00:12:32: Und dann ein Beispiel ist zum Beispiel übergewicht oder starkes Übergewicht.
00:12:38: Da weiß man inzwischen, solche Leute haben einfach entzündliche Reaktionen im Körper.
00:12:44: Und die führen einfach dazu, dass das Immunsystem schneller altert.
00:12:49: Das ist, glaube ich, der spannende auch in Zukunft.
00:12:53: Wir können inzwischen Blutproben nehmen und das immunologische, das biologische Alter vom Immunsystem bestimmen.
00:13:01: Und da geht es natürlich darum, dass zum Beispiel Leute mit starken Übergewicht.
00:13:06: Da kann man sehen, wenn die Leute anfangen, sich anders zu ernähren und abnehmen.
00:13:12: oder auch weil sie anfangen sich zu bewegen oder die ganzen Lebensumstände ändern, dass solche Leute dann wieder das Reversiv machen können.
00:13:21: Das heißt, das Immunsystem wird wieder jünger und dadurch sind sie natürlich besser gewappnet.
00:13:27: Also ein Beispiel, ein schönes Beispiel, da arbeiten wir zum Beispiel dran, wenn man jetzt eine Vaccinierung mit diesen Messenger RNA im Stoffen gegen Corona anguckt.
00:13:39: Ja, auch da ist die Diskussion, dass ältere Leute vielleicht früher wieder einen Booster, einen Booster-Impfung kriegen sollten.
00:13:45: Das liegt daran, dass ältere Leute einfach nicht so hohe Antikörpermengen produzieren oder die auch schneller wieder abnehmen.
00:13:54: Das war aber gefunden haben, vor allen Dingen, also für Männer können wir das eigentlich sagen, das sind auch unveröffentliche Daten, dass man nicht unbedingt das Alter nimmt, sondern einfach das biologischer Alter vom Immunsystem und dass das besser korreliert letztendlich mit dem Antikörper nach der Vaccinierung zum Beispiel.
00:14:12: Ja, das kann man leichter messen.
00:14:15: Zurzeit gibt es viele Messungen, Institute oder wer auch immer messen, Antikörper, die dann nach Vaccinierung.
00:14:22: Das ist einfacher als jetzt zu sagen, wie reagiert einer auf eine Erkältung, eine Grippe oder auch Corona.
00:14:29: Das ist schwerer zu fassen und schwerer zu untersuchen, aber zum Beispiel die Immunreaktion nach so einer Impfung, die ist zumindest einfacher zu verfolgen.
00:14:38: und da sehen wir das, dass es gut ist, also auf jeden Fall für Männer ein junges Immunsystem zu haben.
00:14:46: Ist es denn dauerhaft eher schwächend für das Immunsystem, wenn ich es immer wieder fordere, also damit man nicht jetzt beispielsweise Alkohol Drogen etc.
00:14:56: Da flammt das Immunsystem ja immer sehr auf, auch bei Erkrankungen oder wenn ich mir viele Viren und Bakterien von draußen einsamle.
00:15:04: Oder ist es nicht so, dass jedes Mal, wenn ich das Immunsystem zu der Art stimuliere und entfache, das Immunsystem vielleicht auch andere Dinge im Organismus erkennt und mitnimmt?
00:15:14: Vielleicht einmal, das hätten wir vorhin schon mal kurz.
00:15:17: Warum kriegen die Leute nach so langem Maske tragen, mehr Erkältung?
00:15:21: Da ist sicherlich der Punkt, dass Immunsystem war nicht mehr am Ball und musste erst wieder anfangen, ein bisschen auf Trapp zu kommen.
00:15:31: Von daher ist, glaube ich, schon gut.
00:15:33: Man hat immer eine gewisse Konfrontation mit den Viren, dass es auch wachsam ist.
00:15:39: Aber andererseits sind natürlich solche Stressfaktoren natürlich jetzt wenig Schlaf, Stress, Alkohol und Drogen.
00:15:46: sicher nicht gut für das Immunsystem.
00:15:49: Ob jetzt vermehrt irgendwelche Infektionen letztendlich dann zu Autoimmunkrankheiten führen, das weiß man, glaube ich, noch nicht.
00:15:56: Ist dann wahrscheinlich, dass eher diese Entzündungsreaktionen im Körper dann langfristig die Probleme machen.
00:16:01: Also ein schönes, kein schönes, ein ganz schreckliches Beispiel ist zum Beispiel Corona.
00:16:07: Ja, die Leute, die letztendlich im Krankenhaus landen bei Corona, die sind eigentlich im Krankenhaus und man kann den Virus gar nicht mehr nachweisen.
00:16:14: Ja, der Virus ist gar nicht mehr da, sondern was da passiert, da schießt das Immunsystem im Grunde drüber hinaus.
00:16:23: Und letztendlich wird auch eine Box geöffnet, die besser nicht geöffnet werden sollte.
00:16:29: Nämlich das, wie bei einer bestimmten Autoimmunerkrankung, Autoantikörper entstehen, die letztendlich den Körper angreifen können.
00:16:37: Und das findet man.
00:16:40: beim ordentlichen Teil von dem Patienten, die im Krankenhaus landen.
00:16:44: Es ist dann nicht mehr der Virus, sondern der Virus induziert das Immunsystem, wie auch immer, das hat man noch nicht verstanden.
00:16:53: Und dann entstehen solche Antikörper, die den Körper angreifen, obwohl der Virus gar nicht wieder aus ist.
00:16:58: Und dann werden die Patienten inzwischen mit Immunsuppressiver wieder behandelt.
00:17:03: Man versucht dann, das Immunsystem wieder runterzufahren.
00:17:06: Eine andere Wirkung, was ich mal gehört habe, was ich über wahnsinnig spannend fand, das war im Universitätsklinikum Heidelberg aus der Sportmedizin.
00:17:14: Und da wurde mir berichtet, dass man nach einem Marathonlauf, also unmittelbar nach einem Marathonlauf, de facto die erste halbe Stunde oder Stunde nicht krank werden kann, weil das Immunsystem so hochgefahren ist, dass es natürlich alles umbringt, was da irgendwie sich im Organismus breit macht.
00:17:31: Danach, weil das Immunsystem dann natürlich dann geschwächt ist und sinkt und dass man dann so eine Open-Binder-Phase hat, wo man sich relativ viel einfangen kann.
00:17:38: Ja, also auf jeden Fall immer nach Sport.
00:17:42: Da ist vielleicht extrem bei solchen extremen Sportlern, dass ihr dann vielleicht noch einen kleinen Zeitraum geschützt sind und was auch sich positiv auswirkt.
00:17:52: Aber auf jeden Fall nach Sport gibt es eine Phase, wo man gerade empfindlich ist gegen solche Viren.
00:17:59: Das heißt nach Sport, wenn man geschwitzt hat, am besten duschen auch, um einfach da die Wahrscheinlichkeiten für Erkältungskrankheiten einfach.
00:18:08: niedriger zu halten.
00:18:09: Ich
00:18:09: möchte mal kurz ein Sprung machen zu den Basics für den Takt, die Immunabwehr.
00:18:13: Du sagst, dass ein gesunder Darm ist wichtig und gerade ballerstoffreiche Ernährung.
00:18:16: Wir kommen hier ursprünglich mal von hundertdreißig Gramm Ballerstoffen, als wir noch die Weiderinde und Co.
00:18:21: gekaut haben.
00:18:22: Wir sind mittlerweile die Empfehlungsbar dreißig Gramm, kommen wir lange nicht hin.
00:18:25: Aber wer deine Empfehlung möglichst vielfältig auch in den Ballerstoffen zu essen, resistente, stärke Vollkornprodukte
00:18:31: etc.,
00:18:32: um eine breite Wiese wieder anzulegen, oder breite Wiese an Mikroorganismen im Darm.
00:18:39: Oder gibt es da andere Möglichkeiten, was den Darmbakterien gut tut, wo man den ordentlichen Futter liefert, dass es sich auch wieder vermehren und die Vielseitigkeit wächst?
00:18:47: Ja.
00:18:47: Wir haben zum Beispiel am Institutenprojekt, da haben wir zum Beispiel untersucht, also man isst Ballerstoffe und die Darmbakterien nehmen die Ballerstoffe auf und verdauen die im Grunde.
00:18:58: Das heißt, die produzieren letztendlich Produkte, die wir selber gar nicht bilden können.
00:19:04: die kommen von den Darmbakterien.
00:19:07: Und das sind vor allen Dingen kurzkettige Fettsäuren.
00:19:11: Da haben wir jetzt gefunden, dass eine ganz bestimmte kurzkettige Fettsäure halt anti-inflammatorsch wirkt.
00:19:18: Das heißt, das will man eigentlich erreichen, um zum Beispiel Autoimmunkrankheiten irgendwie statt Koordison einfach so versucht ruhig zu halten.
00:19:28: Und da wird man jetzt zum Beispiel in Zukunft gucken müssen, welche Bakterien machen diese spezielle kurzkettige Fettsäuren, um die dann vielleicht, ich weiß nicht, ob es dazu kommen wird, aber gezielt irgendwie auch anzureichern in Zukunft, damit dann zum Beispiel solche anti-entzündlichen Stoffe entstehen, die zum Beispiel gegen Autoimmunität wirken.
00:19:54: Okay.
00:19:55: Wir haben ja gerade schon ganz viel über Grundlagen so gesprochen für ein intaktes Immunsystem.
00:19:59: Jetzt ist aber das Problem, wenn man jetzt schon eine Erkältung oder eine Grippe hat.
00:20:03: Kann man dann akut überhaupt noch was machen, um diese Erkrankung abzuschwächen?
00:20:07: Oder ist dann das Kind schon im Boden gefallen, sag ich mal, und dann hat man diese
00:20:11: ... Ich spreche jetzt mal ganz klassisch von der heißen Brühe von Vitamin C, von Ingwer-T, wo man sich ja die größten Heilwirkungen da immer verspricht.
00:20:20: Also, was ist entscheidender sozusagen, das Immunsystem grundsätzlich?
00:20:26: auf einen guten Stand zu bringen, dass es gut umgehen kann.
00:20:29: Und was kann man erreichen, wenn ich so eine Akutphase der letzten Endes habe, in der sich die Liebe Julia ja nahezu sechs Wochen befand mit ihrer Corona-Geschichte?
00:20:38: Was kann ich akut machen?
00:20:41: Das sind sicherlich Sachen auch, wie die Sachen, die uns der Arzt verschreibt oder der Apotheker gibt.
00:20:47: Das heißt, man kann sich Nasenspreis holen, die bewirken, dass mehr Schleim produziert wird oder es gibt Nasensprays, die dazu führen, dass die Nase abschwillt oder es gibt unterstützende Sachen, damit man besser abhustet.
00:21:04: Und das sind natürlich Sachen, die man letztendlich auch natürlich auch in der Pflanzenwelt und Kräuterwelt finden wird.
00:21:13: Auch wenn das jetzt wissenschaftlich noch nicht gezeigt ist, wie das auf Molekularebene irgendwie alles Passiert kennt man ja trotzdem von bestimmten Nahrungsmitteln, Kräutern oder in diese Richtung Sachen, die genau dann in diese Richtung gehen.
00:21:31: Man versucht also, die Sekundärsymptome eigentlich zu behandeln.
00:21:35: Man kann dann vielleicht nicht mehr so gut das Immunsystem, also die T- und B-Zellen hochfahren in dieser kurzen Zeit.
00:21:45: Das muss man vorher machen.
00:21:47: Aber die Symptome kann man natürlich bekämpfen und das sicherlich auch mit Hausmitteln wie in Anführungsstrichen, wie eine heiße Brühe oder mit Honig.
00:21:57: Das heißt, Wärme ist zum Beispiel immer gut.
00:22:00: Wärme führt dazu, dass der Körper besser durchblutet wird, dass der Stoffwechsel angestrebt wird, verbessert wird und das führt dazu.
00:22:08: dass Immunzellen besser zum Ort des Geschehens kommen und dass auch Abfallprodukte, die bei der Entzündung entstehen, abtransportiert werden.
00:22:16: Deshalb
00:22:16: gibt es ja auch, ich glaube aus der chinesischen Tradition, Heilmedizin ist es ja so, dass man gar nicht so sehr zu Zitrusfrüchten in der Erkältungsphase rät, weil die ja eher kühlend wirken.
00:22:26: Also mag ich jetzt aber auch falsch liegen.
00:22:27: Aber bei dem leisesten Hüsseln steht bei meinen Eltern zu Hause, wenn ich nur so ein bisschen... Dann kocht meine Mutter einen Zwiebelsud, den kocht sie mit Kandiszucker und sowieso nicht.
00:22:37: Ich muss mir diese Pflöre da immer reinziehen.
00:22:40: Ich weiß immer nicht, was schlechter ist, dass es mir danach so übel ist oder dass ich dann weniger huste oder nicht mehr so die Symptome hab.
00:22:46: Aber sie lässt sich das nicht nehmen.
00:22:48: Also man kann tatsächlich sozusagen die... Man kann die Krankheit mildern, aber dass man sie jetzt wesentlich verkürzt, ich glaube bei Vitamin C sind es gerade mal zehn Prozent, wo man den Krankheitsverlauf dann eindämmt, wenn in zehn Tagen, wenn es ein Tag, wo man weniger Symptome hat, immerhin bei einer ordentlichen Vitamin C-Annahme, aber kann man den mit Nahrungsmitteln da doch noch was tun, also die besonders zinkreich sind, meinetwegen, oder so, dass man unterstützt.
00:23:16: Ja, also zink würde ich auch vor allen Dingen in die Richtung schieben, dass man schon vor der eigentlichen Infektion am besten einen gesunden Zinkhaushalt hat.
00:23:28: Aber ich möchte jetzt auch nicht abschreiben.
00:23:31: Das weiß ich nicht, was wirkt auch während der akuten Infektion.
00:23:36: Aber da sind es, wie gesagt, vor allen Dingen die Sachen, die die letztendlich die Symptome irgendwie abschwellen.
00:23:43: Das mag aber auch natürlich, oder gibt es sicher, was kennen wir alles?
00:23:47: zum Beispiel, natürlich Sachen, die so wie Antibiotika wirken, antibakteriell oder antiviral.
00:23:55: Antibakteriell zum Beispiel kann wahrscheinlich jeder Propolis, was man aus dem Bienenstock holt, wo die Idee ist, dass das antibakteriell ist.
00:24:04: Wenn ich natürlich irgendwelche Sachen zu mir nehme, die die noch die Vermehrung von den Bakterien oder den Viren reduzieren können.
00:24:12: Dann sitze ich natürlich gleich am Herd der Ursache.
00:24:17: Und das wäre natürlich auf jeden Fall gut.
00:24:19: Und sonst sind es die Symptome, die deshalb auch interessant, die Symptome macht eigentlich ja nicht der Virus selber, sondern das Immunsystem, die erste Welle des Immunsystems, die führt letztendlich dazu, dass am Ende der Schleim läuft, dass die Nase anschwillt, dass der Hals kratzt.
00:24:40: Das sind unsere eigene Immunabwehr.
00:24:44: Reagiert so stark, dass das dann diese Symptome letztendlich... Ich
00:24:50: freu mal ganz ketzerisch, lieber Marc.
00:24:52: Ist es denn dann so gut, wenn man dann versucht, diese Symptome zu mildern?
00:24:56: Also, wenn das Immunsystem natürlich mit einer übermäßigen Schleimbildung reagiert, um die Bakterien loszuwerden, meinetwegen?
00:25:02: Ja.
00:25:03: dass man das dann sozusagen versucht zu bekämpfen.
00:25:06: Ja,
00:25:06: also Schleimbildung ist immer gut, also viel trinken und irgendwelche Nahrungsmittel, die Schleimproduktionen anregen, sind gut.
00:25:14: Aber hinterher, gerade in der späteren Phase der Erkältung, da will ich vielleicht das meine Nase dann auch wieder abschwillt.
00:25:22: Da ist es sicherlich gut, Sachen zu nehmen, die es abschwillt, auch mit der Idee, dass das dann nicht die Immunreaktion unbedingt dann noch stark ausbremst.
00:25:33: Also na Keltung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage.
00:25:37: Das hat meine Oma immer gesagt.
00:25:38: Ja, da ist bestimmt was dran.
00:25:39: Und was Omas sagen, stimmt sowieso.
00:25:42: Also noch vor dem Immunologen.
00:25:44: Ich hab nun leider keine Oma mehr.
00:25:46: Vielleicht haben wir deine mal anrufen.
00:25:47: Kannst
00:25:47: du gerne machen, wenn du fragst.
00:25:50: Ja, ich würde sagen, wir kommen jetzt auch schon zu unserem Highlight der Woche.
00:25:56: Das Highlight der Woche.
00:26:00: Und das kommt natürlich von unserem Gast heute.
00:26:03: Also was hast du denn heute Spannendes mitgebracht?
00:26:06: Ich nehme zum Beispiel Blaubeeren gern zu mir.
00:26:11: Dann kommt jetzt wahrscheinlich die Frage, wieso?
00:26:13: Wieso?
00:26:15: Weil sie lecker sind.
00:26:16: Schau mal wichtig.
00:26:19: Vielleicht haben wir noch nicht, vielleicht darf ich da nochmal ausholen.
00:26:23: Letztendlich will man das Immunsystem irgendwie auch jung halten.
00:26:27: Und da sind vor allen Dingen auch zwei Sachen sehr interessant.
00:26:32: Das eine sind anti-entzündliche Sachen.
00:26:34: Das heißt, in vielen Gemüse sind anti-entzündliche Stoffe drin.
00:26:38: die letztendlich auch dazu führen, dass das Immunsystem jung gehalten wird.
00:26:42: Das andere sind anti-oxidative Stoffe sowie Vitamin C auch.
00:26:47: Bei anti-oxidativen Stoffen ist es sicherlich so, da wird sicherlich eher diskutiert, wenn man die aufnimmt, dann werden die Magen schon alle oxidiert im Magen und Darm und verlieren dann ihre Wirkung, sodass das in dem Sinne gar nicht funktioniert.
00:27:06: Aber da sind habe ich gerade letzte Woche gelesen, sind Firmen dran, wie können sie diese Antioxidantien letztendlich haltbarer machen, damit die auch ins Blut kommen können und dann antioxidativ wirken können.
00:27:21: Und beide sind einfach die, mit die elementaren Geschichten letztendlich, um das Immunsystem jung zu halten.
00:27:31: Und Blaubeeren wirken zumindest anti-entzündlich.
00:27:35: sollen auch an die Oxidativ sein, auch wenn das vielleicht dann im Körper letztendlich gar nicht ankommt.
00:27:41: Aber ich glaube, um die Blaubeere nochmal hochzuhalten, die Bioverfügbarkeit in komplexen Lebensmitteln ist schon sehr, sehr hoch.
00:27:48: Also im Vergleich jetzt zu Nahrungsergänzungsmitteln, wo man sich ja noch schwer tut, dass sie dann überhaupt in den Organismus gelangen und dann auch hier Gutes verrichten können.
00:27:56: ist die, sagen wir mal, von komplexen Lebensmitteln oder ist es zumindest das, was man immer wieder aus Studiensituationen liest, ja doch noch höher, als wenn man da jetzt quasi ein Extrakt dem Wasser entzieht, dass die Enzymenaktivität vielleicht auch nicht mehr so hoch ist und so.
00:28:12: Also... Ich wollte nur noch mal eine Landse brechen für deine Blaubeeren, dass dann mit Sicherheit auch was ankommt, was Positives.
00:28:19: Man seht ja auch Ansied, dass da was gut läuft.
00:28:23: Ich strahl, du siehst, mein Immunsystem ist jung geblieben.
00:28:29: Auch Mensch, es war wirklich eine so, so spannende Folge.
00:28:33: Ich sage wirklich herzlichen Dank, Marc, dass du heute hier bei uns warst, wirklich.
00:28:37: Ja, ich danke, dass ich hier sein durfte.
00:28:40: Ich gehe, glaube ich, noch in der Sonne spazieren, um ein bisschen Vitamin D aufzuladen.
00:28:45: Wenn dir die Zeit noch bleibt.
00:28:48: Vielen Dank.
00:28:49: Vielen, vielen Dank.
00:28:50: Und wenn euch diese Folge auch gefallen hat, dann bewertet sie doch gerne bei Apple-Podcast, bei Spotify, wo man es machen kann.
00:28:56: Wir freuen uns über jede Sternchen, was ihr uns gebt.
00:28:59: Und wir freuen uns schon auf nächste Woche.
00:29:00: Ja, bis bald.
00:29:02: Tschüss, bis so.
00:29:03: Ciao.
00:29:05: Dieser Podcast
00:29:06: wird euch präsentiert
00:29:07: von
00:29:07: Edeka, wir lieben Lebensmittel.
Neuer Kommentar